Henley Club Leichlingen

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(c) Henley Club Leichlingen - Förderverein der Städtepartnerschaft e.V.

 

 

SCL hält über 25-jährige Freundschaft mit den Henley Footballboys / Girls

Seit über 20 Jahren besuchen sich die Fußballer des SC Leichlingen und des Henley Boys & Girls FC zu jährlichen Besuchen. Mit wenigen Ausnahmen traf und trifft man sich regelmäßig im Oktober, wenn in NRW Herbstferien sind, in Henley und zum D-Jugend Osterturnier in Leichlingen. Die Kinder, um die 12 Jahre alt, werden hier wie da in Gastfamilien untergebracht. Hier hat sich die Erfahrung durchgesetzt, nach Möglichkeit zwei oder drei Gastkinder aufzunehmen. Damit ist zwar einerseits der Familienzuwachs mächtig, andererseits gibt es aber fast keine Probleme im Zusammenleben, weil sich die Gäste immer noch untereinander verständigen können. Womit im Regelfall dann das Ziel erreicht wird, dass bei den Gasteltern oder den „neuen Geschwistern“ für Klarheit über Spielmöglichkeiten oder Speiseplan gesorgt ist.
Apropos Speiseplan: Die wenigsten Kinder haben Probleme mit Nudeln und/oder Geflügel und damit ist schon immer die erste Angst der Gastmütter aus der Welt. Andererseits ist festzustellen, dass deutsche Kinder nicht immer Fish & Chips vertragen, schon gar nicht, wenn hier stilecht Malzessig zu den Pommes gereicht wird. Und: Ein junger Leichlinger, der lauthals verkündete, er esse gerne scharf, wird wohl nie mehr die unglaubliche Vielfalt von Saucen und Mitteln vergessen, die im englischen Haushalt zum Schärfen der Speisen verfügbar sind. Er hatte jedenfalls noch länger Freude an der einzigen „extrascharfen“ Mahlzeit, die er zu sich nahm.
Dagegen kämpfen die englischen Kinder oft mit den Folgen der Süßigkeiten, die in Deutschland zu für Engländer paradiesisch günstigen Preisen angeboten werden.

Wenn man die Chronik der gegenseitigen Besuche betrachtet, ist gerade auf englischer Seite ein Name hervorzuheben: John Hooper. Seit über 20 Jahren ist er Ansprechpartner für die SCLer, die Henley besuchen und genauso lange meist Reiseleiter der Henley-Gruppe, die Leichlingen besucht. Im letzten Dezember wurde John Hooper für seine Verdienste um die Partnerschaft vom Leichlinger Stadtsportverband besonders geehrt. John Hooper ist in Henley eine anerkannte Persönlichkeit, die nicht nur im Fußball Spuren u. a. als internationaler Jugendschiedsrichter hinterlässt, sondern der auch lange Zeit im Rahmen der berühmten Henley Ruderregatta aktiv war. Er steht nun in Henley einem jungen Team von Verantwortlichen vor, das den Fußballclub dort zu einem Vorzeigebeispiel nicht nur in der Region formt.
In Leichlingen wurden in den letzten 20 Jahren einige Jugendleiter „verschlissen“, die sich jedoch alle immer wieder für den Fortbestand der gegenseitigen Besuche eingesetzt haben. In der Anfangszeit war es Horst Fröhling, dann Wolfgang Flottmann, Ulrich Noack, Joachim Kurt und heute ist es Mike Budde, der bald selbst zu seiner ersten „Henley-Tour“ aufbrechen darf. Dahinter gab es intensive Unterstützung, einerseits aus den Reihen des SCL und der Spielereltern, andererseits gerade durch den Leichlinger Henley-Club, die Familie Gooßens, die Leichlinger Stadtverwaltung und auch immer wieder Leichlinger Wirte und Unternehmer, die mit ihrer Hilfe zum Gelingen des Besuchsprogramms beitragen.

Kein Besuchsprogramm ist wie das andere, aber doch haben sich inzwischen einige Punkte ergeben, die fast ein Muss sind: Dazu gehört bei einem Leichlingen-Trip der Besuch in Köln mit Besteigung des Doms (und dem Abstecher ins Früh, für die, die unten bleiben „dürfen“) und einer kleinen Stadttour. Nach Möglichkeit aber auch ein Trainingsbesuch bei einem Bundesligateam wie Bayer Leverkusen oder 1.FC Köln und eine Stadionbesichtigung. Leider bleibt gerade in Leichlingen sehr wenig Zeit durch das zwei Tage dauernde Turnier und die Osterfeiertage mit geschlossenen Geschäften, aber ein Besuch auf der Kirmes ist immer drin. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an die Schaustellerfamilie Schmidt für die jährliche Unterstützung.
 

Die D- Jugend des SCL vor dem Spiel gegen die Henley boys Ostern 2004

Vor der Siegerehrung

Ausflug des SCL nach London


In Henley bietet sich natürlich ein Londonbesuch an, wo dann in einem Rundgang die Sehenswürdigkeiten der Stadt besucht werden. Manchmal sieht man die touristischen Attraktionen der Stadt allerdings ziemlich spezifisch. Es gab eine Leichlinger Reisegruppe, deren Kinder nicht mehr zu halten waren, nachdem ein Mitglied der Mannschaft entdeckt hatte, dass gewerbliche Damen in den Telefonzellen des Londoner Westends ihre teils bebilderten Visitenkarten hinterließen. Im Angesicht einer neuen Telefonzelle stürmte die Mannschaft los, als wenn der Trainer verschärftes Konditionstraining angeordnet hätte. Die Begleitern hatten dabei allerdings weniger Spaß, schließlich war es nicht einfach, die Gruppe so zu beruhigen, dass zumindest wieder auf den ungewohnten Linksverkehr geachtet wurde.

Während heute die „Fußballbesichtigung“ oft ins Madejski-Stadion des FC Reading führt, war es früher obligatorisch, das berühmte Wembley-Stadion zu besichtigen. Leider wurden dort die Führungen nur in englischer Sprache angeboten, was immer einen der Leichlinger Betreuer zwang, dort möglichst unverzüglich zu übersetzen. Unvergesslich bleibt die Besichtigungsrunde, nach der ein Mann mit Kölner Fan-Schal auf den Übersetzer zutrat und sich in recht breitem Kölsch bedankte: „Gut, dass du übersetzt hast, sonst hätte ich hier kein Wort verstanden!“ Eine andere Episode in Wembley zeugt vom (verbotenen) Besuch eines Leichlinger Spielers auf der königlichen Toilette der königlichen Loge. Ob Queen Elizabeth II. das je verziehen hat, ist nicht überliefert.
Weitere Besichtigungen gab es bei Gelegenheit nach Windsor oder Oxford, einmal blieb der Reisebus der Leichlinger aber einfach nur für mehrere Stunden im Londoner Verkehr stecken, ohne dass es Möglichkeiten gab, das angestrebte Besichtigungsprogramm überhaupt zu beginnen.


Es gab in den 90er Jahren auch einmal einen Austausch zwischen Mädchenmannschaften aus Henley und Leichlingen. Leider gab es nur jeweils einen Besuch auf jeder Seite und nun stehen in der Vitrine des Clubhauses zu Henley zwei Wanderpokale: Einer, der für ein jährliches Mädchenturnier in Leichlingen dienen sollte und einer, der jährlich zwischen Henley und Leichlingen ausgespielt werden sollte. Zur Zeit gibt es weder hier wie dort überhaupt noch eine Mädchenmannschaft, aber es bietet sich eine Alternative an: In Leichlingen und in Henley wird Frauenfußball gespielt! Allerdings ist aus zuverlässiger Quelle zu erfahren, dass viele der in Henley aktiven Damen gleichzeitig auch das dortige Rugby-Team verstärken.

Inzwischen gibt es sogar einige dünne Kontakte der Seniorenfußballer aus den beiden Partnerstädten. Damit dürfte berechtigte Hoffnung bestehen, dass der Fußballaustausch weiterhin Bestand hat. Trotzdem wird es immer schwieriger. Es ist schon die Situation eingetreten, dass ein Team nur mit elf Spielern auf die Reise gegangen ist oder dass in letzter Minute noch Spieler aus jüngeren Mannschaften zur Mitreise eingeladen wurden, damit eine Mannschaft überhaupt antreten konnte. Die Gründe hierfür sind mannigfach: Es fehlt das Geld; die Ferien sind länger und die Familie verreist; Mütter haben Angst, ihren Nachwuchs allein auf große Fahrt zu schicken; es besteht keine Interesse ins „unattraktive“ England zu fahren; es gab mal wieder irgendwo auf der Welt eine Katastrophe oder einen Terroranschlag, usw..
Man kann nur immer wieder darauf hinweisen: Wenn ein Kind eine solche Reise machen kann, sollte es sie machen. Die Erfahrung trägt für ein ganzes Leben und heute noch sprechen Teilnehmer einer Reisegruppe über das schon vor langer Zeit Erlebte. Das Geldproblem lässt sich meist mit Unterstützung des Vereins oder durch den Henley-Club lösen, das Gefühl nicht dabei gewesen zu sein, ist mit Geld nicht verrechenbar. Es gibt schon die ersten Spieler, die in zweiter Generation nach Henley und auch nach Leichlingen fahren und das ist wichtig für eine lebendige Partnerschaft. All das gilt übrigens auch für die Aufnahme von Kindern: Platz ist in der kleinsten Hütte und die Gastfreundschaft ist das Tragwerk der Verbindungen. Bisher war es immer so, dass die Gruppe, die den letzten Besuch in der jeweiligen Partnerstadt abstattete, mehr als bemüht war, die erlebte, aber kaum erwartete Gastfreundschaft zu übertreffen.

Joachim Orth
 

Henley Girls in der Blütenstadt beim SC Leichlingen

Der Spaß stand im Vordergrund: Die Mädchenteams aus Henley und Leichlingen mit Ex- Bayer-Fußballprofi Heiko Scholz (links)
Juni 1999

 

 

Jubiläumsfeier 25 Jahre Henley Boys im Leichlingen Pavillion in Henley.
Die Leichlinger Delegation überreicht John Hooper die Trophy „ Little John“
v.l.n.r.: Joachim Orth, Jürgen Weiske, John Hooper

 

Osterturnier 1994
SCL - Henley

 

In den vielen Jahren und Begegnungen gab es auch einige seltsame und skurrile Begebenheiten

Hier sind einige davon:

 - Der Leiter eines Teams aus Henley wies seine Jungs nach der Landung intensiv darauf hin, alle ihre Habseligkeiten aus dem Flugzeug mitzunehmen. Trotzdem kam es zu einer Verzögerung von fast einer Stunde. Der Mann hatte seine Brille im Flieger vergessen.


 - Ein Leichlinger, der mit anderen Betreuern in Henley zu einem (für die Leichlinger erfolgreichen) Abend mit Kegeln und Darts eingeladen war, musste sich anschließend in Leichlingen wochenlang wegen eines Tennisarms behandeln lassen.


 - Ein Kellner, der in einem Hotel in Henley die Frühstückswünsche der Leichlinger aufnehmen wollte, bekam auf seine Aufzählung: „Wir haben Toast, Butter und Marmelade, Rührei, gegrillte Tomate, Würstchen, Bohnen in Tomatensauce, Spiegelei mit Schinken, gekochte Eier und Kaffee, Tee und Milch“ als Antwort: „Wunderbar, dann hätten wir das gern in dieser Reihenfolge!“ Es wurde alles hervorragend geliefert!


 - Die Glocke zum „Last orders“ in einem Pub in Henley inspirierte eine Leichlinger Begleitergruppe zu so einem Großeinkauf von Getränken, dass das Personal dieser Gaststätte reichlich übermüdet bis in die kleinen Uhren warten musste, bis dann alles verzehrt war.


 - Ein Spiel um das „The Dukes Challenge Shield“ in Henley musste an einem 15. Oktober um 11.00 Uhr morgens auf gefrorenem Rasenplatz stattfinden. Der Alternativplatz war leider von der Themse überflutet.